Dienstleistungen
Energie- und Infrastrukturprojekte ganzheitlich entwickeln, planen und begleiten
Watt Energieberatung entwickelt, strukturiert und begleitet technisch anspruchsvolle Energie- und Infrastrukturprojekte auf Kundenseite.
Die Leistungen reichen von der Grundlagenermittlung und Bedarfsanalyse über technische Varianten, Netzanschluss, Kundenanlage, Simulation und Wirtschaftlichkeitsbewertung bis zur Ausschreibung, Vergabe und Begleitung der Umsetzung.
Technik, Energiewirtschaft, regulatorische Anforderungen und Wirtschaftlichkeit werden dabei in einer gemeinsamen Planung zusammengeführt.
Projektentwicklung und Gesamtplanung
Am Anfang eines Projekts stehen der tatsächliche Bedarf, die Standortbedingungen und ein belastbares technisches und wirtschaftliches Zielbild.
Auf dieser Grundlage werden mögliche Systemvarianten entwickelt, bewertet und zu einem umsetzbaren Gesamtkonzept zusammengeführt. Die Planung umfasst sämtliche für das Energieprojekt relevanten Gewerke einschließlich der Energieinfrastruktur und der dazugehörigen Schnittstellen.
Zum Leistungsumfang gehören insbesondere:
- Grundlagenermittlung und Bedarfsanalyse
- Erfassung von Energie-, Last- und Betriebsprofilen
- Standort- und Flächenbewertung
- Entwicklung technischer Systemvarianten
- Ermittlung der erforderlichen Anschluss- und Anlagenleistungen
- Entwicklung des Energie- und Infrastrukturkonzepts
- Variantenvergleich und Auswahl einer Vorzugslösung
- Investitions- und Wirtschaftlichkeitsbewertung
- Vorbereitung von Ausschreibung und Vergabe
- Koordination der beteiligten Fachplanungen
- Begleitung der Umsetzung auf Kundenseite
Die Projektentwicklung und -begleitung erfolgt abhängig von Aufgabenstellung, Projektstand und vereinbartem Leistungsumfang in Anlehnung an die Leistungsphasen 1 bis 9 der HOAI.
Netzanschluss und Kundenanlage
Netzanschluss und Kundenanlage werden von Beginn an als zusammenhängende Planungsaufgabe betrachtet.
Die Planung reicht vom Netzanschlusspunkt über die Netzübergabe und kundenseitige Energieverteilung bis zu den angeschlossenen Erzeugungs-, Speicher-, Lade- und Verbrauchsanlagen.
Der Leistungsumfang umfasst – abhängig von Anschlussleistung und Spannungsebene – insbesondere:
- Ermittlung der erforderlichen Bezugs- und Einspeiseleistung
- Analyse von Lastprofilen und Gleichzeitigkeiten
- kundenseitige Vorbereitung des Netzanschlusses
- Abstimmung der technischen Schnittstellen
- Netzübergabestationen
- Kundenstationen / Kompakt- oder Gebäudestationen
- Umspannwerke
- kundenseitige Mittel- und Niederspannungsnetze
- Energieverteilungen Wärme / Kälte
- Kabel- und Trassensysteme
- Messkonzepte, Schutzkonzepte, Steuerungs- und Regelungskonzepte
- Last- und Energiemanagement
- Single-Line-Diagramme
- Erweiterungs- und Ausbaustufen
Grundlage bilden die Technischen Anschlussbedingungen des zuständigen Netzbetreibers sowie die projektspezifisch anzuwendenden technischen Regeln und Normen. Bei Mittelspannungsanschlüssen wird insbesondere die VDE-AR-N 4110 berücksichtigt.
Netzanschluss- oder Netzzugangsentscheidungen bleiben ausschließlich Aufgabe des zuständigen Netzbetreibers.
Integrierte Energiesysteme
Erzeugung, Speicherung, Verteilung und Verbrauch werden als Bestandteile eines gemeinsamen Energiesystems geplant.
Je nach Aufgabenstellung können insbesondere folgende Technologien und Versorgungsbereiche einbezogen werden:
- Photovoltaikanlagen
- Batteriespeicher
- MCS- und HPC-Ladeinfrastruktur
- Ladeinfrastruktur für Pkw und Nutzfahrzeuge
- Wärme- und Kälteversorgung
- Wärmepumpen + Infrastruktur
- Wärme- und Kältenetze sowie deren Infrastruktur
- Druckluftversorgung + Infrastruktur
- Dampf + Infrastruktur
- Abwärmenutzung + Infrastruktur
- Industrielle Wasseraufbereitung + Infrastruktur
- Industrielle Abwasserreinigung + Infrastruktur
- Energieeffizienzmaßnahmen
- Last- und Energiemanagement
- Eigenversorgung und flexible Verbraucher + Infrastruktur
Die technische Dimensionierung orientiert sich an den tatsächlichen Betriebs- und Lastprofilen, den verfügbaren Flächen, der Netzsituation, der Versorgungssicherheit und den wirtschaftlichen Zielen des Auftraggebers.
Digitale Simulation und Systemoptimierung
Digitale Simulationsmodelle bilden gekoppelte Energiesysteme bereits vor der Investitionsentscheidung technisch und wirtschaftlich ab.
Erzeugung, Speicherung, Energiebezug, Verbrauch, Ladeprofile, Wärme, Kälte und flexible Lasten können in unterschiedlichen Systemkonfigurationen und Betriebsweisen simuliert werden.
Untersucht werden beispielsweise:
- Eigenverbrauch und Netzbezug
- Speichergröße und Speicherfahrweise
- Lastspitzen und Lastverschiebung
- Ladeleistungen und Ladeprofile
- Gleichzeitigkeiten
- Netzanschlussleistung
- Energiepreise und Beschaffungsvarianten
- technische Ausbaustufen
- Versorgungssicherheit
- Investitions- und Betriebsrisiken
Dadurch wird nicht nur geprüft, ob eine technische Lösung funktioniert. Ermittelt wird, welche Variante unter den konkreten Projektbedingungen den größten wirtschaftlichen Nutzen bietet.
Wirtschaftlichkeits- und Investitionsbewertung
Technische Varianten werden mit nachvollziehbaren wirtschaftlichen Modellen verglichen.
Die Bewertung umfasst je nach Projekt:
- Investitionskosten – CAPEX
- Betriebskosten – OPEX
- Total Cost of Ownership – TCO
- Kapitalwert
- Amortisationszeit
- Return on Investment – ROI
- Internal Rate of Return – IRR
- Deckungsbeiträge
- Erlös- und Einsparpotenziale
- Sensitivitäten und Szenarien
- Finanzierungs- und Fördermitteleffekte
So entsteht eine belastbare Entscheidungsgrundlage für Auftraggeber, Geschäftsführung, Investoren, Finanzierungspartner und Fördermittelgeber.
Energiewirtschaft als Planungsparameter
Energiebezug, Eigenerzeugung, Batteriespeicher und flexible Verbraucher beeinflussen die technische Auslegung und Wirtschaftlichkeit eines Energieprojekts.
Deshalb werden energiewirtschaftliche Optionen bereits während der Planung berücksichtigt. Dazu gehören insbesondere:
- Beschaffungs- und Lieferstrategien
- Stromliefer- und Vertragsmodelle
- PPA-Modelle
- Eigenversorgung
- Direktvermarktungsoptionen
- Speichervermarktung
- Reservierungs- und Kapazitätsmodelle
- Take-or-Pay-Strukturen
- kundenspezifische Betreiber- und Geschäftsmodelle
Diese Themen werden ausschließlich als Planungs- und Bewertungsparameter in das Gesamtkonzept einbezogen.
Watt Energieberatung übernimmt keine Energiebelieferung, keinen Energiehandel und keine eigene Direkt-, Aggregator- oder Flexibilitätsvermarktung. Erforderliche Marktrollen werden durch geeignete und hierzu berechtigte Partner wahrgenommen.
Geschäfts- und Betreibermodelle
Technische Anlagen allein ergeben noch kein tragfähiges Projekt. Deshalb werden passende Geschäfts-, Finanzierungs- und Betreiberstrukturen gemeinsam mit der technischen Systemlösung entwickelt.
Je nach Projekt können unter anderem folgende Modelle untersucht werden:
- Eigeninvestition
- Betreiber- und Investorenmodelle
- Leasing
- Contracting
- Miet- und Nutzungsmodelle
- Pay-per-Use
- Kapazitäts- und Reservierungsmodelle
- Full-Service-Modelle
- vertraglich abgesicherte Abnahmestrukturen
Ziel ist ein Geschäftsmodell, das technische Machbarkeit, Investitionsbedarf, Risikoverteilung, Versorgungssicherheit und wirtschaftliche Zielsetzung miteinander verbindet.
Transformationsplanung und Fördermittel
Watt Energieberatung entwickelt Transformationspläne nach Modul 5 der Bundesförderung für Energie- und Ressourceneffizienz in der Wirtschaft.
Zum Leistungsumfang gehören unter anderem:
- technische und energetische IST-Analyse
- THG-Bilanzierung
- Entwicklung des Zielbildes
- Maßnahmenkatalog und Priorisierung
- Wirtschaftlichkeitsbewertung
- Umsetzungsfahrplan
- Einordnung von EnEfG-Anforderungen
- Erfassung und Bewertung von Abwärmepotenzialen
- Vorbereitung relevanter Daten
- Prüfung geeigneter Förderprogramme
- Einbindung von Fördermitteln in die Wirtschaftlichkeitsbewertung
Detaillierte Informationen enthält die Seite Fördermittelbeschaffung.
Ausschreibung, Vergabe und Umsetzungsbegleitung
Nach Auswahl der Vorzugsvariante werden die weiteren Projektschritte strukturiert vorbereitet.
Dazu gehören abhängig vom Auftrag:
- Definition von Leistungsumfang und Schnittstellen
- Erstellung und Koordination technischer Planungsgrundlagen
- Vorbereitung von Leistungsbeschreibungen
- Unterstützung bei Ausschreibung und Angebotsvergleich
- technische und wirtschaftliche Bewertung der Angebote
- Mitwirkung bei Vergabeentscheidungen
- Koordination der beteiligten Auftragnehmer und Fachplaner
- Prüfung von Kosten, Terminen und Qualität
- Begleitung der Realisierung auf Kundenseite
Erforderliche Architektur-, Ingenieur-, Fachplanungs-, Technologie- und Marktpartner werden projektspezifisch eingebunden und auf das gemeinsame Projektziel ausgerichtet.
Von der ersten Idee bis zur Umsetzung
- Bedarf und Ausgangssituation erfassen
- Standort, Energieprofile und Netzsituation analysieren
- technische und energiewirtschaftliche Varianten entwickeln
- Systeme digital simulieren
- Varianten wirtschaftlich bewerten
- Vorzugslösung und Geschäftsmodell festlegen
- Planung, Genehmigungen und Netzanschluss vorbereiten
- Ausschreibung und Vergabe begleiten
- Umsetzung auf Kundenseite koordinieren
Das Ergebnis
Auftraggeber erhalten ein technisch abgestimmtes, regulatorisch eingeordnetes und wirtschaftlich bewertetes Energie- und Infrastrukturkonzept.
Risiken, Schnittstellen, Kosten und Abhängigkeiten werden frühzeitig transparent. Dadurch können Investitionsentscheidungen belastbarer getroffen, Fehlinvestitionen vermieden und Projekte strukturiert zur Umsetzung geführt werden.